Mit Bruno Icobet und Flavius Bãrbulescu über Dresseure und Hundefänger

Genau am selben Tag als Bruno Icobet den „Rumänen haben Talent“- Wettbewerb (Freitag, dem 10. Mai 2013) mit einer fantastischen Hundedressurnummer gewann, gewann auch Flavius Dumitru Bãrbulescu den Hundefänger-Runderneuerungswettbewerb (organisiert von zwei-drei Fernsehsendern aus Braºov) mit einer peinlichen „Dressurnummer“ von Reportern und verwirrten NGO-Vertretern (die uns versicherten, dass die Lage der Hunde aus Stupini nunmehr in guten Händen sei). Obwohl total entgegengesetzt, beweisen die beiden Dressurnummern  vergleichbare Fähigkeiten der „Dresseure“, und wer Icobet als dem Hundefänger Bãrbulescu überlegen erklärt, sollte es sich überlegen.

 

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Was die Leidenschaft als treibende Kraft im Gebiet der Dressuren betrifft, stehen die beiden etwa gleich: während Bruno Icobet eine Leidenschaft für Hunde hat, begeistert sich Flavius Bãrbulescu genauso leidenschaftlich für Hundeleichen. Beim Kapitel Managementsfähigkeiten verliert Bruno Icobet mit den vom Fernsehsender ProTV gewonnenen 120.000 Euro vor dem Hundefänger Bãrbulescu, der gezeigt hat wie er zweieinhalb Millionen Euro aus dem Stadthaushalt von Braºov „euthanasieren“ kann. Icobet gewinnt auch nicht, wenn von der Substanz der übermittelten „Botschaft“ die Rede ist. Die Botschaft des Dresseurs aus der „Rumänen haben Talent“ Fernsehshow war schließlich bloß nüchtern und überhaupt nicht lukrativ in Krisenzeiten: der (lebendige) Hund ist der beste Freund des Menschen“. Flavius Bãrbulescu, andererseits sendet eine unterschwellige, originelle und „unternehmerische“ Botschaft, viel passender für ein Land mit Überschuss an Hunden und offensichtlich an hundefängerischen Gewohnheiten: „der tote Hund ist der beste Geschäftspartner des Menschen“.

Das einzige Kapitel wo der Dresseur aus der Sendung „Rumänen haben Talent“ klar überlegen war ist der künstlerische Eindruck (obwohl ein „künstlerischer Eindruck“ noch „keinen Frühling macht“). Während Bruno Icobets Dressur Meisterwerk-Niveau erreichte, sank Bãrbulescus „Dressur“ unter das Niveau einer Kakophonie (praktisch mussten wir dieselbe hinfällige Parodie aushalten, gespielt von den gleichen müden Statisten, inmitten derer Cristina Lapis mit letzten Kräften den „glorreichen“ Anfang des 17. „Pilot“-Projekts der „Zusammenarbeit“ mit dem Hundefängerdienst ausrief , offensichtlich vergessend den „schrecklichen“ Ausgang der anderen 16 „Pilot-Projekte“ zu erwähnen, die, nachdem mit dem gleichen Pomp eingeweiht, über den Hunden von Stupini abstürzten, genauso wie die japanischen Flieger ihre Maschinen über den feindlichen Schiffen abstürzen ließen.

 

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http://www.mixtvbrasov.ro/19370-stiri-10-05-2013/ –  Von Minute 15

Wer die Überlegenheit der Journalisten- und NGO-Vertreterdressur des Bãrbulescu  im Vergleich zur Hundedressur des Bruno Icobet noch nicht erkannt hat, sollte auch andere Trumpfe  des Hundefängers in Betracht ziehen, wie die „Langlebigkeit“ und „Komplexität“ seiner Dressur. Es ist wohl bekannt dass Bãrbulescu seit über 10 Jahren auf der Bühne steht, und obwohl die Spieler seiner „Dressuren“ die „Nummern“ immer gleichgültiger und überdrüssiger vorführen (und somit die „glänzende“ These der „Fachleute“ Constantin Vlãdilã und Dorin Valter Enache widerlegen, entsprechend derer „die langjährig im Zirkus auftretenden Tiere die Nummern aus Spaß durchführen“), bleibt ihre Treue dem Dresseur gegenüber unverändert. Mehr noch, die „Dressur“ des Bãrbulescu ist unendlich schwieriger als jene des Bruno Icobet. Auch ein Grundschulkind erkennt, dass es viel leichter ist drei Hunde zu überzeugen Rollen und Pirouetten durchzuführen, als 3-4 Personen so weit zu bringen vor laufenden Kameras zu erklären, dass im stinkenden Stall von Stupini alles eigentlich gut läuft. (Dafür ist mehr notwendig als Grundkenntnisse über die Pawlowschen Reflexe; man braucht den Rücken von Bürgermeister Scripcaru gedeckt, man benötigt Gerissenheit, Perversität und freilich ergebene „Subjekte“, biegsam und verformbar, zu jeder Zeit zu entsprechenden Medienauftritten bereit).

Wenn ich folglich gefragt würde wieso, verdammt nochmal, Bruno Icobet den Wettbewerb des Senders ProTV gewonnen hat, würde ich einfach sagen: weil Flavius Bãrbulescu nicht an der „ Rumänen haben Talent“ – Show teilgenommen hat, und weil der „Millionen Freunde“-Verein noch kein „Pilot-Projekt“ der Zusammenarbeit mit den Hundefängern auf dem Gebiet der herrenlosen Bären gestartet hat.

 

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